Der Durchschnittsertrag über das ganze Versuchsnetz lag dieses Jahr mit 50.9 dt/ha leicht unter dem Vorjahreswert. Auch die Proteinwerte sind mit 12.6 Prozent praktisch auf Vorjahresniveau. Bezüglich Ertrag fällt die begrannte Sorte «Montalbano» mit einem mittleren Ertrag von 54.6 dt/ha auf. Diese Sorte ist nun zwei Jahre geprüft und hat im Durchschnitt einen 10 Prozent höheren Ertrag. Aufgrund ihrer guten Anbaueigenschaften und der mittleren Qualität wird sie nächstes Jahr auf die empfohlene Sortenliste Biogetreide aufgenommen.
Die kurze Sorte «Nara» wird nicht mehr weiterverfolgt. Sie hat bewiesen, dass sie auf Parzellen mit wenig Unkrautdruck und in Kombination mit Untersaaten auch bei gewissen Bioproduzenten und Bioproduzentinnen erfolgreich angebaut werden kann. Die Sorte «Rosatch» hat mit 13.7 Prozent den höchsten Proteingehalt und einen guten Ertrag von 51.2 dt/ha. Hingegen lag «Baretta» mit nur 11.4 Prozent Protein am Schluss. Diese Sorte empfiehlt sich nur für gute Standorte mit genügend Stickstoff.
Stabile Sorten «Prim» und «Wital»
Die neuen Sorten «Prim» und «Wital» aus der Züchtung Peter Kunz erwiesen sich wie «Wiwa» als stabile Sorten mit guten Ertrags- und Qualitätseigenschaften. Wie immer fallen die hohen Hektolitergewichte dieser Sorten auf. Bezüglich Ertrag liegen sie im Mittelfeld. «Prim» hat sehr gute Qualitätseigenschaften, d.h. die höchsten Feuchtkleberwerte. Aufgrund dieser guten Anbaueigenschaften und der sehr guten Qualität wird auch diese Sorte in die FiBL-Liste 2022 aufgenommen.
Hansueli Dierauer, FiBL
Weiterführende Informationen
Ergebnisse Mahlweizen Streifenversuche 2020 (1.0 MB)
Sortenversuch Mahlweizen (Rubrik Ackerbau)
Sortenempfehlungen für die Aussaat 2020 (Ernte 2021) (Rubrik Ackerbau)
Bioackerbau (ganze Rubrik)