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«Interessant ist, dass der Betrieb neben der Knospe weitere Labels abdeckt»

Meldung  | 

Simon Schwengeler, Leo Crzybek und David Gass sind im dritten Jahr des Lehrgangs Landwirt/in EFZ am Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung in Sissach BL. Im Schwerpunkt Biolandbau setzen sie sich mit Vermarktungswegen und der Wertschöpfung von Biofleisch auseinander.

Simon Schwengeler, Leo Crzybek und David Gass diskutierten über die Vermarktung von Biofleisch. Foto: Bio Suisse, Stephan Jaun

Für das Thema «Jung und Bio» arbeitete das Bioaktuell Magazin mit den Berufsschulzentren Ebenrain in Sissach BL, Wallierhof in Riedholz SO und Liebegg in Gränichen AG zusammen. Dabei lag der Fokus auf den Vertiefungswochen «Schwerpunkt Biolandbau» im Januar und Februar 2025, in denen angehende Landwirtinnen und Landwirte einen Betrieb besuchten und danach in einem Gespräch ihre Eindrücke und Gedanken dokumentierten. 

So beschäftigte sich zum Beispiel die Gruppenarbeit von Simon Schwengeler, Leo Crzybek und David Gass mit der Stone Ranch von Stefan Schreiber in Wegenstetten AG. Das Thema: Vermarktungswege und Wertschöpfung von Biofleisch. Stefan Schreiber betreibt mit seinem Sohn einen Biobetrieb mit rund 60 Mutterkühen der Rasse Black Angus. Auch haben sie 30 Pensionspferde, welche in grossen Einzelboxen oder in einem Gruppenstall gehalten werden. Zum Betrieb gehört eine Gästebewirtung und ein Hofladen. Die Links zu den Gesprächen der anderen Gruppen finden sich am Ende dieser Seite.

David Gass: Interessant finde ich, wie den Konsumentinnen und Konsumenten auf der Stone-Ranch die Tierhaltung vermittelt wird. Es gibt Hofführungen und es kommen wegen dem Gastrobetrieb, dem monatlichen Brunch sowie wegen des Hofladens viele Leute auf den Hof. Das finde ich spannend.

Simon Schwengeler: Mir gefällt die Direktvermarktungsstrategie mit dem Einzelstückverkauf. Interessant finde ich auch, dass der Betrieb neben der Knospe noch drei weitere Labels abdeckt. 

David Gass: Ja, dass man dadurch flexibler wird, weil die Tiere in unterschiedliche Kanäle können. Wenn ein Tier zu schwer ist oder die Taxierung nicht stimmt, kann es in einen anderen Kanal und der Betrieb kann für sich den besten Preis erzielen. 

Leo Crzybek: Ich fand noch interessant, dass er Aberdeen-Angus hat. Das heisst, dass seine Tiere auch im schottischen Herdenbuch eingetragen sind. Im Hinblick auf die Vermarktung kann das schon auch ein grosser Vorteil sein.

Simon Schwengeler: Aus eigener Erfahrung sehe ich, dass mehrere Kanäle Flexibilität und Stabilität bringen. Meine Eltern führen auch einen Knospe Biobetrieb mit Mutterkühen und vermarkten das Fleisch über den Hofladen aber auch über den Dorfmetzger und den Dorfladen. 

Leo Crzybek: Ja und die Nachfrage bei den verschiedenen Labels ist ja auch nicht immer gleich gross. Es wäre mir zu unsicher, nur für ein Label zu produzieren. Die Nachfrage in der Direktvermarktung scheint aber schon grundsätzlich anzusteigen. 

Simon Schwengeler: Ich finde den Betrieb ein gutes Beispiel dafür, wie individuell ein Vermarktungssystem auf den eigenen Betrieb abgestimmt funktionieren kann.

David Gass: Ich denke auch, dass man den Konsumentinnen und Konsumenten mit der Vermarktung zeigen kann, welche Anforderungen wir mit dem Biofleisch erfüllen und wieso das eben auch mehr kostet.

Offen für Zusammenarbeit
Ob mit Schulen oder jungen Biolandwirtinnen und Biolandwirten – das FiBL ist interessiert an Kooperationen zur Erstellung von Podcasts, Merkblättern und anderen Medienformaten. Interessierte melden sich bei Bernadette Oehen.

Weiterführende Informationen

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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